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| 19.08.2011 | (1287)Fußball-Kreisliga A: Alemannia gilt als großer Favorit – Remagen, Grafschaft und Westum lauern – Schlottau nimmt Abschied.
M Kreisgebiet. Am Wochenende geht es in der Kreisliga A Rhein/Ahr wieder um Punkte geht. Der große Titelfavorit ist einmal wieder der FC Plaidt, der auch ganz offen
die Rolle der Übermannschaft annimmt.
Die großen Verbands- und Landesligazeiten des Fußball-A-Ligisten FC Plaidt gehören lange der Vergangenheit an. Doch am
Pommerhof wollen sie in Zukunft nicht nur in Erinnerungen schwelgen. Für das Team des FC-Trainer Ralph Seul zählt in diesem Jahr nur der Aufstieg. Alles andere als der Titel
der Alemannia käme einer dicken Überraschung gleich. Der ohnehin schon exquisite Kader des FC wurde mit Nejdet Demir, Claudio Jozsa, Tayfun Kayaalp und Michael Schulz mit Spielern
aus höher klassigen Vereinen nochmals verstärkt. „Wir sollten selbstbewusst mit der Situation umgehen, dass wir von jedem in die Favoritenrolle gedrängt werden. Tiefstapeln wäre
Blödsinn. Der Verein will hoch, und wir sind jetzt auch mal dran“, sagt Coach Seul. „Die Mannschaft hat ein neues Gesicht und einen anderen Charakter. In der Vorbereitung war aber
auch immer mal wieder der Schlendrian drin.“
In der zurückliegenden Saison rangierte der TuS Hausen neben dem Meister SG 99 Andernach ebenfalls vor der Alemannia.
„Das wird nicht zu wiederholen sein. Wir wollen aber ins obere Drittel und gut über den Damm kommen. Ich habe einige Ahr-Vereine auf der Rechnung“, sagt Hausens Trainer Yves
Gaugler, der sich mit Christopher Theisen einen quirligen Spieler des B-Ligisten SV Alzheim angelte.
Elmar Schäfer, der Trainer des SV Remagen, angelte sich mit Jacques Daoud einen Oberliga-Spieler der SG Bad Breisig, der im Sturm der Rheinstädter die gegnerischen Abwehrreihen
wohl in arge Bedrängnis bringen wird. Reicht das aber für den Titel? Die Konkurrenz um eine Spitzenplatzierung wohnt jedenfalls gleich mit der SG Westum/Löhndorf und der Grafschafter SV
direkt um die Ecke.
„Spitzenplatzierung?“, fragt GSV-Trainer Jörg Rohleder: „Plaidt wird sogar Meister, wenn sie eine schwache Saison spielen. Wir wollen uns verbessern und
somit in die Top fünf.“ In Vettelhoven ist der neben dem Rasenplatz liegende Kunstrasenplatz mittlerweile fertig gestellt. Die Trainingsbedingungen sind in der Grafschaft glänzend.
Neuzugang Christian Weller nutzte das aus, um sich umgehend in die Mannschaft zu spielen. Problem der GSV: „Viele haben Leistenschmerzen, hoffentlich hängt das nicht mit dem Platz
zusammen“, so Rohleder.
Uwe Deckenbrock, Trainer der SG Westum/Löhndorf, strebt ebenfalls das obere Drittel an: „Für mehr brauchen wir noch ein oder zwei Jahre. Dafür
fehlt die Konstanz. Das hat mit dem Alter des Teams zu tun.“ Die Ansammlung von Nachwuchstalenten soll von Kapitän Carsten Ritterath, Derek Ababio und Daniel Decker geführt werden.
Die obere Tabellenhälfte schloss in der Vorsaison die SG Kottenheim/Thür ab. Mit Sascha Engelmeier und Dennis Klapperich verlor die SG jedoch zwei Leistungsträger an den
FC Plaidt. „Das ist aber für uns nichts anderes als sonst die Jahre auch. Und dennoch konnten wir uns stets in der Liga etablieren“, sagt der Kottenheimer Kapitän Sascha Gräf.
Ähnlich beschaulich wie im Waldstadion geht es an der Mosel zu. Große Sprünge sind von der SG Löf/Lehmen/Hatzenport zwar nicht zu erwarten – wohl aber der
Klassenverbleib. „Und nur darum geht es“, sagt Abteilungsleiter Manfred Lietz. „Wir haben allerdings mit Plaidt, Niederzissen und Mayen II ein hartes Auftaktprogramm.“ Mit
Jonas Schössler wurde die Mannschaft aber verstärkt.
Stark im Kommen war in der Rückrunde der SC Niederzissen. Und so soll es nach den Vorstellungen von Trainer Dierk Schlottau, der aus beruflichen Gründen am Sonntag letztmals
auf der SCN-Bank sitzt, auch weitergehen: „Ich halte mich bedeckt, aber wir hatten eine gute Vorbereitung und kaum Einschränkungen.“ Thomas Kloppe ist die neue Nummer eins des SCN,
Christian Hryk und Zekirja Bajcinca haben jedoch noch Nachholbedarf. Alle drei wechselten vom Bezirksligisten SG Ahrweiler/Bad Neuenahr nach Niederzissen. Einen Schlottau-Nachfolger
hat der SC Niederzissen noch nicht präsentiert.
Fünf A-Junioren aus dem eigenen Nachwuchs will hingegen der Thomas Augel, Trainer der SG Herresbach/Baar, integrieren. „Und wir sollten besser als Platz zehn abschneiden,
denn aus meiner Sicht war die vergangene Saison eine Enttäuschung“, sagt Augel.
Bei der SG Boos/Weiler/Nachtsheim hat mittlerweile der ehemalige Oberliga-Spieler
Sascha Dorner das Traineramt inne. Als Neuzugang vermeldet die Eifel-SG mit Sascha Kopp einen Torjäger vergangener Tage. Mit Michael Kirst und Alex Moor stehen Dorner somit drei
echte Knipser zur Verfügung.
Knipser hatte Markus Laux zuletzt nicht in seinen Reihen. Die drei Stürmer der Sportfreunde Miesenheim kamen in der Spielzeit 2010/2011 zusammen gerade einmal auf fünf
Treffer. Also wurde nachgebessert. Joshua Queng, Drilon Avdija und Dennis Niederprüm schlossen sich den Sportfreunden an. „Nach vorn haben wir nun eine Qualität, die wir so zuletzt
nicht hatten“, sagt Laux.
Und dann wären da noch die drei Neulinge: zwei alte Bekannte und die SG Wehr/Rieden/Volkesfeld. Deren Trainer Walter Berresheim legte
ebenfalls wie Aufsteiger TuS Mayen II den Durchmarsch aus der C-Klasse hin. „Zuletzt haben wir 1992/1993 in der A-Klasse gespielt. Das ist schon etwas Besonderes – auch, weil wir
eine junge Mannschaft haben.“ Neben Thomas Weiler, dem Kopf des Teams, sollen Daniel Müller und John Rausch das Team führen. Rausch zog es von der TuS Koblenz II zurück in sein
Heimatdorf. „Er ist mit Herz dabei und unsere Galionsfigur“, weiß auch Berresheim.
Für die SG Elztal steht die Entwicklung des jungen Teams im Vordergrund. „Der Schritt in die A-Klasse ist für uns riesengroß. Wir müssen alle noch zulegen. Nur mit der
Euphorie im Umfeld und der Unterstützung unserer treuen Zuschauer wird es nicht reichen“, sagt Elztals Trainer Wolfgang Augustin. Rückkehrer Thomas Augustin ist die neue Nummer
eins, vom TuS Mayen II zog es Moritz Pies auf der Elztaler Alm.
Und eben jener TuS Mayen II ist die große Unbekannte der Liga. Trainer Bernd Hartung weiß aber auch, dass „wir auf die Unterstützung der ersten Mannschaft angewiesen sind.
Unser Kader ist noch zu klein.“ Und so rechnet Hartung nicht mit großen Sprüngen – und schon gar nicht mit dem dritten Aufstieg in Folge.
Quelle:
RZ Bad Neuenahr-Ahrw. vom Freitag, 19. August 2011, Seite 13
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